Als im Jahre Pifftabak die Elbe brannte

Gewalt | Kinderreime | Kirche | | 1911
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Als im Jahre Pifftabak die Elbe brannte und die Hunde und Katzen nicht genug Stroh zusammenbringen konnten, da kam ich an das adriatische Meer. Da sah ich drei Schiffe stehen. Das eine hatte keinen Boden, das zweite keine Seitenteile, und das dritte war gar nicht da. Da nahm ich das, das gar nicht da war, und fuhr hinüber. Als ich drüben ankam, kam ich an eine papierne Kirche, da  stand ein lederner Pfarrer.

Der predigte: „Ferfang Kneifdraht! Es reisete ein Schustergeselle am Schustermontag nach Galiläa. Dort waren die Straßen mit Pfannkuchen gepflastert und die Hecken und Zäune mit Blutwürsten geflochten. Da kam ich an eine gläserne Kapelle. Da standen zwei Weiber. Das eine war nackend und das andere hatte keine Kleider an. Da stach ich dem Weib eine Blutwurst in die Tasche. Nach einige Tagen wurde sie krank und wurde von einem amerikanischen Bärendoktor geheilt. Da stieg ich auf einen Birnbaum und holte von dem Apfelbaum einen eichenen Prügel und hieb ihn so damit, daß das Blut aus den Absätzen rauslief wie weiche Buttermilch. Amen.“

bei Lewalter : „Deutsches Kinderlied und Kinderspiel“, mündlich aus Kassel 1911 – Nr. 730

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