Ach Gott wie weh tut scheiden

Abschiedslieder | | 2004
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Ach Gott, wie weh tut scheiden
hat mir mein Herz verwundt
So trab ich über die Heiden
und traur zu aller Stund
Der Stunden, der seind allsoviel
mein Herz trägt heimlichs Leiden
wie wohl ich oft fröhlich bin.

Tät mir ein Gärtlein bauen
von Veil und grünem Klee
ist mir zu früh erforen
tut meinem Herzen weh.
Ist mir erfrorn bei Sonnenschein
ein Kraut jelängerjelieber
ein Blümlein Vergißmeinnicht

Das Blümlein, das ich meine,
das ist von edler Art
ist aller Tugend reine
ihr Mündlein, das ist zart.
Ihr Äuglein, die seind hübsch und fein
wann ich an sie gedenke
verschwunden ist all mein Leid

Mich dünkt in all mein Sinne
und wenn ich bei ihr bin
sie sei ein Kaiserinne
kein lieber ich nie gewinn.
Hat mir mein junges Herz erfreut
wann ich an sie gedenke
verschwunden ist all mein Leid

Sollt ich meins Buhln erwegen,
als oft ein anderer tut
sollt führn ein fröhlichs Leben
darzu ein leichten Mut ?
Das kann und mag doch nit gesein
Gesegn dich Gott im Herzen
es muß geschieden sein.

Text: anonym aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts oder schon 15. Jahrhundert ? , von G. Forster aufgezeichnet, in: Frische teutsche Liedlein (1549)
Musik: anonym aus dem 15. Jahrhundert , aber auch von K. A. Groos (1817) ?

u.a. in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858)– Zupfgeigenhansl (1908) — Deutsches Lautenlied (1914) — Volkslieder für die arbeitende Jugend (1914) —




Die Noten zu "Ach Gott wie weh tut scheiden":

186

Zweite Melodie zu "Ach Gott wie weh tut scheiden":

186-2




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